Lithografien waren oft auch Zwei- oder Mehrbildkarten. Zur Zeit als schwarz-weiß Fotografiekarten aufkamen gab es eher wieder weniger Mehrbildkarten. Bei heutigen Farbfotokarten gibt es anscheinend wieder mehr Mehrbildkarten. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Ich finde auf Mehrbildkarten kann man auch nicht wirklich mehr sehen. Je mehr Bilder, desto kleiner werden bei gleichbleibender Kartenfläche die einzeln Bilder und im Endeffekt sieht man je Bild auch weniger Details. Auch der dokumentarische Wert von alten Ansichtskarten ist bei kleineren Bilder nicht höher, weil bei eventuellen späteren Bildreproduktionen, je Einzelbild, nur mit geringerer Auflösung möglich sind.
Mir sind Einbildkarten eigentlich lieber, aber ich sammle im Prinzip fast genauso gern auch Mehrbildkarten aus meinen Sammelgebieten. Ich finde eine Ansichtskarte sollte für meinen Geschmack nicht mehr als 4 Einzelbilder haben. Bei Lithografien ist es mir gleichgültig, wobei Lithografien in Regel auch nicht sehr viele verschiedene Einzelmotive gleichzeitig haben. Das mit den sehr vielen kleinen Bildern (Mikrokarten) kam in starkem Maß anscheinend erst so richtig nach der Epoche der Lithografien. Vielleicht war es damals auch rein technisch bzw. handwerklich bei Lithografien auch nur begrenzt möglich sehr feine und kleine Strukturen darzustellen.
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